Bei meinem letzten Besuch, bei meinem Seelenklempner, war unter anderem ein Thema – meine Schwester. In denn letzten Beiträgen habe ich beschrieben, dass sie wieder mal in einer Trennungsphase ist und mich all zu gerne, als ihren Butler missbraucht.
Als ich das das meinem Seelenklempner erzählte, erwähnte er, dass es doch ganz logisch ist, meiner Schwester einfach mal nicht zu helfen. In solchen Hinsichten bin ich kein dummer Mensch. Das war mir schon vom ersten Tag an klar. Doch meine liebe Moral sieht das ganz anders. Meine Moral sagt mir, dass ich alles geben und alles machen muss. Damit es ja nicht heißt, dass ich nicht alles gegeben hätte.
Worauf ich eigentlich zu sprechen kommen wollte. Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt hat auch meine Vorsätze für das neue Jahr gelesen. Wo unteranderem drin stand, dass ich viele meiner Entscheidungen selbstlos und weniger egoistisch fällen möchte. Was es mir gerade in Fällen mit meiner Schwester sehr schwer fallen lässt, eine Abfuhr zur erteilen. Schliesslich passt, das ganze nicht mit meiner “neuen Einstellung” zusammen.
Als ich das alles meinem Seelenklempner erzählte, kam der Satz: “Der Katholische, der vor seinem Tod heilig gesprochen werden möchte.” Was uns beiden ein kleines Lächeln ins Gesicht zauberte.
Lange Rede, kurzer Sinn. Im Moment herrscht mal wieder Ruhe im Lager meiner Schwester. Die Frage ist nur, wie lange? Um es auf denn Punkt zu bringen. Ich kann mich noch so viel ärgern und ich kann mich noch so weit distanzieren. Meine Entscheidungen bleiben immer die gleichen. Ich werde im Wohle meiner Schwester handeln.
MfG
darki

Hi darki,
ja das ist natürlich auch immer sehr schwer, so distanziert der Schwester gegenüber zu sein; ich könnte das faktisch auch nicht. In dem Fall würde ich dem Seelenklempner aber eventuell recht geben: irgendwann muss man auch mal nein sagen können!